Finanzen

Es wäre eigentlich an der Zeit gewesen, neue Kundinnen zu gewinnen. – Alte Projekte sind abgeschlossen oder stehen kurz vor dem Abschluss und ich wollte zum Thema „Blockaden lösen und Ziele erreichen“  launchen. Dazu hatte ich schon eine Umfrage gemacht, wo meine Wunschkundinnen so stehen und als nächstes wollte ich mein Angebot umformulieren und neue Kundinnen gewinnen, unter anderem mit dem Facebook Marketing Kurs, den ich kurz vor #coronashutdown noch gekauft hatte.

Außerdem hatte ich endlich wieder Termine für Live Workshops in Wien vereinbart, nachdem ich mich von dem Workshop-Marathon im November / Dezember erholt hatte. Meine Lieblingskundinnen hatten mich schon angestupst und gefragt, wann es denn endlich wieder Workshops gibt.

Das wird jetzt beides auf die geplante Art und Weise nichts. –  Aber ich habe schon eine Idee…

Kostenlose IdeenSchmiede für Unternehmerinnen – #cocreationstattkonkurrenz

Gleichzeitig sehe ich in den sozialen Netzwerken viele Leute, denen es noch schlechter geht als mir, denn sie haben ein Offline Business mit finanziellen Verpflichtungen, wie einem Ladenlokal und auf den ersten Blick keiner Möglichkeit, irgendwie anders Geld zu verdienen.

Für diese Leute und alle, die ihre bisherigen Produkte in der gewohnten Art nicht mehr verkaufen können, habe ich die kostenlose online IdeenSchmiede, mit dem Untertitel #cocreationstattkonkurrenz ins Leben gerufen. – Ich bin ja ein äußerst kreativer, vielseitiger Mensch mit viel online Erfahrung und Technik Know How und da unterstütze ich meine Teilnehmerinnen dabei, Ideen zu finden, wie sie mit ihrem Business trotz Heimisolation Geld verdienen oder zumindest neue Kontakte aufbauen können (so wie ich mit der IdeenSchmiede).

Gleichzeitig werde ich immer noch vertiefende kostenpflichtige Online Workshops mit Neurographik anbieten und hoffe dadurch ausreichend Einnahmen zu generieren, um durch diese schwierige Zeit zu kommen, ohne die Kinder total zu vernachlässigen. – Womit wir schon beim nächsten Thema sind.

kostenlose IdeenSchmiede

In der letzten IdeenSchmiede haben wir eine Neurographik gezeichnet und uns damit auf unsere Ressourcen fokussiert.

Die Kinder sind zu Hause und ich nehme Worte wie „Struktur“, „Fokus“ und „Pausen“ in den Mund

Seit wir die Kinder am 13.3.2020 inklusive aller Schulbücher von der Schule abgeholt haben, sind sie 24/7 zu Hause. Normalerweise leben wir dann ziemlich unstrukturiert vor uns hin und ich neige dazu, ihre Bedürfnisse so lange aufzuschieben, bis sie seeehr ungeduldig werden.

Daher war meine erste Amtshandlung am Montag 16.3.2020, dass ich zusammen mit den Kindern einen ungefähren Stundenplan für den Vormittag erstellt habe, an den wir uns nun alle im Großen und Ganzen halten. So weiß selbst ich, die bekennende Zeitlegasthenikerin, dass ich am Vormittag die Kinder beschäftigen und um 12 Uhr ein Mittagessen kochen muss, damit es zu keinen Revolten kommt.

Meine produktivste Arbeitszeit liegt jetzt zwischen 6:00 und 8:00 Uhr, ein paar Brocken gehen am Vormittag und noch ein bisschen mehr am Nachmittag. Deshalb musste ich mich stark fokussieren und genau entscheiden, was ich momentan nach vorne bringen will und was nicht. Das ist etwas, was mir sonst auch sehr schwer fällt, weil ich gerne der Illusion erliege, dass Zeit unendlich ist und dass ich schon alles schaffen werde.

Hier habe ich auf Instagram, beschrieben wie die oben genannten Wörter mir helfen halbwegs gut durch den Alltag zu kommen.

Ich, als ich zum ersten Mal um 6:30 zum Arbeiten auftand... ;)

Mein Fazit

Unser Leben ist seit dem 16.3.2020 anders, aber nicht unbedingt schlechter. Wir verbringen mehr Zeit miteinander. Wir spielen mehr miteinander. Wir machen mit den Kindern Dinge, für die wir uns sonst nicht ausreichend Zeit genommen haben. Wir haben schon Gemüse gepflanzt und mein Mann bringt den Garten auf Vordermann. Die Kinder basteln viel und sind kreativ. Ich bin heilfroh, dass ich drei Kinder habe, so sind sie nciht so alleine und können miteinander spielen.

Ich sehe die Coronakrise als Chance:

  • Das Leben wurde entschleunigt und das ist gut so.
  • Die Natur kann sich erholen.
  • Wir müssen neu denken und neue Wege gehen und zwar in allen Bereichen des Lebens.
  • Wir wachsen als Familie enger zusammen.
  • Meine Ernährung hat sich verbessert, weil ich weniger nasche und frisch für die ganze Familie koche, anstatt ein Tiefkühlprodukt für mich zu erwärmen.
  • Es werden Änderungen angestoßen, die davor nicht einmal denkbar waren: weniger Flugreisen, Telekonferenzen statt internationale Meetings, Homeoffice für fast alle, …

Ja aber natürlich habe ich relativ leicht reden, denn wir leben am Rande der Stadt in einem Haus mit Garten und können uns in einem relativ großen Umkreis frei bewegen, ohne dabei irgendjemand anderem zu nahe zu kommen. Wir können uns die Arbeitszeit so einteilen, dass sie sich nicht oder nur wenig überschneidet. Wir haben noch keinen finanziellen Engpass. Unsere Internet-Bandbreite reicht zum Arbeiten aus.

Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht allen so gut geht. Dass es Menschen gibt, die trotz allem in die Arbeit müssen, wo sie dem Stress und dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Menschen die in der Stadt zu vielt in winzigen Wohnungen sitzen, oder die nicht wissen, wie sie die Miete vom nächsten Monat zahlen sollen. – Es ist auch für uns alle noch nicht klar, wo das alles hinführen wird.

Dennoch vermeide ich es, mich in Horrorszenarien zu wälzen, sondern konzentriere mich darauf, was ich JETZT tun kann: Mich gut um mich und meine Familie kümmern, versuchen, trotz Krise Geld zu verdienen und andere – z.B. mit der kostenlosen IdeenSchmiede – dabei unterstützen, das ebenfalls zu tun und – ganz wichtig – handlungsfähig zu bleiben, anstatt sich tot zu stellen und zu warten, bis es vorbei ist!

Hier und jetzt ist alles OK!