Professionelle Selfies für deine Homepage mit Handy und Stativ machen

21. Jun 2023 | Webdesign

In dieser Anleitung möchte ich dir zeigen, wie du professionell aussehende Fotos für deine Homepage mit deinem Handy, einem Selbstauslöser und einem Stativ machen kannst. Mein Ziel ist es, deine Homepage mit beeindruckenden Bildern zu versehen, die deine Besucher begeistern werden!

Warum sind gute Fotos so wichtig?

Du weißt sicherlich, dass der erste Eindruck zählt, oder? Aus meiner Sicht können Fotos den ersten Eindruck einer Homepage extrem beeinflussen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Tolle Bilder können das Interesse wecken, Vertrauen aufbauen und Besucher dazu bringen, länger auf deiner Seite zu bleiben. Deshalb ist es entscheidend, hochwertige Fotos zu haben, die einen professionellen Eindruck vermitteln.

Professionelle Selfies machen...
Aus so einem Setting…
… kann sowas werden. Ist doch besser, …
… als sowas, oder?

Wie kannst du also professionelle Fotos für deine Homepage selbst machen?

I. Hast du schon die passende Ausrüstung?

A. Ist dein Handy geeignet, um professionelle Selfies zu machen?

Du hast sicherlich schon ein Handy, oder? Um großartige Fotos zu machen, solltest du sicherstellen, dass dein Handy eine gute Kameraqualität bietet. Informiere dich über die Kamerafunktionen deines Modells und experimentiere mit den Einstellungen. Beim iPhone und diversen Android-Modellen gibt es z.B. einen Portraitmodus, mit dem man einen unscharfen Hintergrund erreichen kann, so wie bei Fotos vom Fotografen. Es gibt auch einige Apps, die zusätzliche Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten bieten können.

B. Das perfekte Stativ für stabile Aufnahmen

Ein Stativ ist ein super Hilfsmittel, um verwackelte Bilder zu vermeiden und scharfe Aufnahmen zu machen. Außerdem braucht man es, um einfach Selbstportraits zu machen, auf denen mehr als dein Gesicht zu sehen ist oder vielleicht sogar der ganze Körper. Suche ein Stativ, das zu deinem Handy passt und stabil genug ist, um es sicher zu halten. Die meisten Handy-Stative, sind so gebaut, dass sie verschiedene Handys halten können. Falls du ein großes Handy hast, schaue genau auf die maximalen Maße. Ich habe ein Stativ das gleichzeitig ein Selfie-Stick ist und einen Selbstauslöser beinhaltet. Es ist sehr kompakt, billig und leicht zu transportieren. Die Nachteile sind, dass es zu niedrig ist für stehende Fotos und dass es nicht besonders gut steht. Falls du schon ein ordentliches Stativ besitzt, kannst du auch eine Universal-Smartphonehalterung für das Stativ besorgen. – Egal ob Halterung oder extra Stativ, achte darauf, dass du das Handy auch in Querformat montieren kannst.

Hier sind Beispiele für möglicherweise passende Produkte:

C. Nutze den Selbstauslöser für freihändige Fotos

Nur mit Selbstauslöser und Stativ kannst du wirklich professionelle Selfies machen, bei denen mehr von dir drauf ist, als Kopf und Schultern und auch die Perspektive und der Hintergrund wirklich passen.

Entweder du nutzt den Selbstauslöser vom Handy, der dir 3 oder 10 Sekunden Zeit gibt, um deinen Position einzunehmen und dann mehrere Fotos zur Auswahl schießt, oder du nutzt einen Bluetooth Selbstauslöser (bei Selfie Stick Objektiven oft dabei), der den Vorteil hat, dass du nicht immer hin und her laufen musst, um verschiedene Posen auszuprobieren.

Wenn deine Frontkamera eine gute Qualität hat, kannst du das Handy auch so auf dem Stativ platzieren, dass du dich auf dem Bildschirm siehst und somit besser steuern, was du fotografierst.

II. Vorbereitung

A. Auswahl des geeigneten Standorts

Überlege dir, wo du deine Fotos machen möchtest. Wenn du einen Styleguide hast, wähle einen Standort, der dazu passt. Achte in jedem Fall auf einen aufgeräumten Hintergrund und vermeide störende Elemente.

Hier habe ich diesen Tipp zum Beispiel nicht berücksichtigt

Sonja Schnatzer -Neurographik Spezialistin
Hier habe ich diesen Tipp zum Beispiel nicht berücksichtigt.
Hier habe ich einen einheitlichen Hintergrund gewählt.

B. Dein Styling

Wenn du für das Fotoshooting extra neue Kleidung kaufst und dich viel mehr schminkst als normalerweise, dann können die Fotos gestellt wirken, oder im schlimmsten Fall sind die Leute verwundert wenn sie dich zum ersten Mal “persönlich” treffen. (Mir ging das bei anderen Leuten tatsächlich schon so und vielleicht ging es anderen Leuten auch schon bei mir so. 😇)

Mach also einfach nur ein kleines bisschen mehr als im Alltag aber nicht so als ob du dich für ein hochoffizielles Businessmeeting stylst, wenn du sonst im T-Shirt und ungeschminkt zu (online) Terminen kommst.

Auch Beauty-Filter würde ich nicht, oder nur ganz ganz sparsam verwenden. – Im echten Leben oder in Zoom / Live-Videos bist du dann auch (fast ganz) ohne Filter!

C. Berücksichtigung von Lichtverhältnissen

Gutes Licht ist der Schlüssel zu gelungenen Fotos. Plane deine Fotosession zu einer Tageszeit, wenn das natürliche Licht weich und schmeichelhaft ist und wähle die Tageszeit passend zu der Stimmung der Fotos auf deinem Moodboard. Vermeide Licht von hinten, starke Schatten oder übermäßig helles Licht, das Details überstrahlt. (Außer es ist so gewollt.) Bei Wolken zu fotografieren, kann sinnvoller sein, als bei strahlendem Sonnenschein in der Mittagszeit.

D. Requisiten und Hintergrund

Wenn du deine Fotos nicht in der Natur machst, überlege gut, welche Requisiten und Hintergründe zu deinem Stil passen und deine Fotos interessanter machen könnten. Du könntest zum Beispiel Pflanzen, Bücher oder andere Gegenstände verwenden, die zu deinem Thema passen.

III. Kamerasettings einstellen

A. Auflösung und Bildqualität

Stelle sicher, dass deine Kamera auf die höchste Auflösung eingestellt ist, um scharfe und detailreiche Fotos zu erhalten. Meistens muss man die Bilder für die Homepage dann noch verkleinern. Ich nehme meistens eine Breite oder Länge von 1920 px für die längere Seite. Ich empfehle grundsätzlich für die Homepage im Querformat zu fotografieren, denn zuschneiden kannst du immer, aber hinzufügen, damit das Bild breiter wird, nicht so leicht. (Im Zeitalter von KI ist alles möglich, aber auch nicht immer einfach.)

B. Belichtung und Kontrast

Achte darauf, dass deine Fotos gut belichtet sind. Verwende die Belichtungskorrektur, um die Helligkeit anzupassen, und den Kontrastregler, um Details hervorzuheben. Experimentiere mit den Einstellungen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

C. Weißabgleich und Farbeinstellungen

Der Weißabgleich ist wichtig, um natürliche Farben wiederzugeben. Wähle den entsprechenden Weißabgleichsmodus oder passe ihn manuell an, um sicherzustellen, dass die Farben korrekt wiedergegeben werden, vor allem, wenn du Innenaufnahmen mit künstlichem Licht gemacht hast. Du kannst auch mit den Farbeinstellungen experimentieren, um den gewünschten Stil zu erzielen. Mit der im Handy eingebauten Bildbearbeitung kann das ev. ein bisschen fummelig sein, bzw. schwierig gleichbleibende Ergebnisse zu erhalten.

Dafür verwende ich gerne die App Snapseed, oder eine andere App in der ich Voreinstellungen speichern kann. Damit kann ich außerdem alle erwähnten Parameter einstellen, eventuell den Hintergrund unscharf stellen, kleinere Korrekturen machen (Pickel, Perspektive, zuschneiden, etc.). Ich kann auch Voreinstellungen für Bildkorrekturen laden und speichern, damit alle Bilder einen ähnlichen Stil haben. Oft reicht aber auch die im Handy eingebaute Bildbearbeitung.

Auch “der” online Bildbearbeitung Canva kannst du die Bilder optimieren und v.a. auch nebeneinander betrachten, um zu sehen, ob alle zusammenpassen. Canva hat seit neuestem auch die Funktionen “Hintergrund entfernen” oder “Unschärfe”.

D. Fokus und Unschärfe

Einige Handykameras haben einen Portraitmodus, der dafür sorgt, dass du scharf gestellt und der Hintergrund unscharf ist. Das lässt oft gleich viel ruhiger und professioneller erscheinen und lenkt den Blick auf das Hauptmotiv – auf dich!

IV. Posieren und Komposition

A. Wahl der richtigen Posen

Überlege dir, wie du dich auf den Fotos präsentieren möchtest. Probiere verschiedene Posen aus, die zu deiner Persönlichkeit und deiner Homepage passen. Sei entspannt und zeige dein wahres Ich! – Damit ich das hinkriege blödle ich öfter ein bisschen herum, bis ich lachen muss, dann werden die Fotos meistens besser. 🙂

B. Berücksichtigung des Bildausschnitts und der Bildkomposition

Achte darauf, dass das Hauptmotiv gut im Bild platziert ist und es keine störenden Elemente im Hintergrund gibt. Mit Hilfe der Drittelregel, kannst du das Bild interessanter gestalten, indem du das Motiv entlang der Linien oder in den Schnittpunkten der Drittellinien positionierst, anstatt genau in der Mitte.

C. Experimentieren mit verschiedenen Perspektiven

Probiere verschiedene Perspektiven aus. Du kannst von oben herab, von unten aufnehmen oder seitlich arbeiten, um interessante Effekte zu erzielen. Spiele mit verschiedenen Blickwinkeln und finde diejenigen, die am besten zu deinem Stil passen. Generell finde ich, dass Fotos, die in Augenhöhe oder leicht von oben aufgenommen sind, am besten aussehen und am wenigsten das Risiko eines Doppelkinns bergen. 🙂

V. Verwendung des Selbstauslösers

A. Platzierung des Handys auf dem Stativ

Befestige dein Handy sicher auf dem Stativ. Achte darauf, dass es stabil und waagrecht steht und die Kamera das gewünschte Motiv gut einfangen kann. Probiere verschiedene Winkel und Höhen aus, bis du die beste Position gefunden hast.

B. Einstellung des Selbstauslösers

Entweder du hast einen Bluetooth Selbstauslöser, dann verbinde diesen über Einstellungen / Bluetooth mit deinem Handy. – Dann kannst du von deiner Pose aus die Aufnahme auslösen. Verberge dabei aber den Auslöser, sodass er am Foto nicht ersichtlich ist.

Ohne Bluetooth-Selbstauslöser, kannst du die zeitverzögerte Selbstauslöser-Funktion in der Kamera-App deines Handys verwenden. Diese löst nach 3 oder 10 Sekunden aus und nimmt jeweils mehrere Bilder zur Auswahl auf. – Das erhöht die Chancen, ein gutes Bild zu erwischen.

VI. Nachbearbeitung der Fotos

A. Auswahl und Sortierung der besten Aufnahmen

Habe Spaß beim Durchsuchen deiner Aufnahmen und wähle die besten Fotos aus. Achte auf Schärfe, Belichtung und die Ausdrucksstärke deiner Pose. Sortiere sie nach deinen persönlichen Vorlieben und wähle diejenigen aus, die deine Homepage am besten repräsentieren.

Wenn du mit mir arbeitest kannst du mir auch mehrere Fotos zur Auswahl schicken und ich wähle die passenden aus.

Bitte schicke mir auch lieber unbearbeitete Fotos und ich bearbeite sie so, dass sie alle zusammenpassen und mit deinem Styleguide harmonieren.

Zum Versenden der Bilder an mich oder andere Dienstleister empfehle ich unbedingt www.wetransfer.com damit dein Postfach und das Postfach deines Emailempfängers nicht übergehen!

V. Abschluss & Resümee

Das Fotografieren für dein Business erfordert Geduld und Übung und ein bisschen Perfektionismus, aber es ist möglich, dass du selbst gute, ansprechende Fotos machst.

Wenn du mehr über Fotografieren für dein Business erfahren willst, kannst du dich auf Skillshare, meiner liebsten Lernplattform für Kreative (unlimitierte Kurse mit Jahresgebühr), umschauen und weiterlernen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ganz viel Spaß beim Fotografieren!

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