… ein Monatsrückblick, den ich gar nicht schreiben mag…

Anfang März war Corona noch etwas, das woanders ist, aber nicht bei uns

Am 7.3.2020 machten wir noch einen (lange aufgeschobenen) Ausflug nach Gars am Kamp – einer sehr schönen Ortschaft im nördlichen Niederösterreich – weil wir überlegt hatten, dort eventuell, vielleicht ein Haus zu kaufen. (Machen wir nicht.)

Wenn wir gewusst hätten, dass es für lange Zeit unser letzter „richtiger“ Ausflug sein würde, hätten wir alle Kinder mitgenommen. So wollten die zwei großen nicht und blieben zu Hause Es war ein sehr schöner, entspannter Ausflug, auf den wir nur eines unserer drei Kinder mitnahmen, den Ort und den Park und die Burg erkundeten, auf der Bühne in der Burg „Ich mache eine Show“ spielten und leckere Kuchenstücke in der Konditorei kauften, die doppelt so groß waren, wie Kuchenstücke in Wien, zu 2/3 vom Preis.

Die Welt war noch in Ordnung

Corona machts möglich Teil 1: Keine Schule!

Eine Woche darauf wurde dann bei uns in Österreich schon verkündet, dass ab 16. bzw. 18.3.2020 die Schulen und Kindergärten wegen des Coronavirus geschlossen werden würden, also arbeitete ich in der letzten Woche vor der Schulsperrung noch was das Zeug hielt und nutzte auch die vorerst letzte Zeit alleine zu Hause um etwas auszuspannen.

Am Freitag dem 13. war dann schon absehbar, dass schon ab Montag keine regulärer Schulbetrieb mehr stattfinden würde, also holten wir die Kinder mitsamt aller Schulsachen von der Schule ab und verabschiedeten uns auf unbestimmte Zeit.

Das war schon ein sehr emotionaler Moment, denn im „echten Leben“ sind Schule und Kindergarten für uns schon sehr wichtig, damit wir Raum und Zeit zum Arbeiten haben. Gleichzeitig machte sich bei mir eine gewisse Vorfreude breit, denn ich bin ja eine verkappte Freilerner-Mutter, deren Kinder nur aus 3 Gründen in die Schule gehen:

1. Die älteste Tochter sagte im zarten Alter von 5,5 Jahren zu mir „Biiiiitte, biiiiitte Mama darf ich in die Schule gehen!!“. Um keinen Preis der Welt wollte sie die einzige sein, die von zu Hause aus lernt.

2. War es tatsächlich bisher so, dass ich auch Angst davor hatte, dass meine persönliche Frei- und Arbeitszeit zu kurz käme, wenn ich alle Kinder zu Hause betreuen würde. – Mein Entschluss war letztendlich „Ja zum Freilernen, aber nur, wenn die Kinderbetreuung und -bekochung einigermaßen fair zwischen meinem Mann und mir aufgeteilt werden könnte.

3. Erschien es mir zu stressig, mit den Kindern dauernd irgendwo herumfahren zu müssen, damit sie andere freilernende Kinder treffen und genügend soziale Kontakte haben.

Tja und was soll ich sagen

Jetzt sind wir beide zu Hause, soziale Kontakte sind verboten und wenn dann bald mein Mann unter Kurzarbeit gestellt wird, muss ich mich auch nicht mehr alleine um die Kinder kümmern. – Fast frei lernen unter für mich optimalen Bedingungen! -> Ha da habt ihrs: Ich habe die Coronakrise höchstpersönlich mit meinen Wünschen manifestiert! – Ihr dürft mich jetzt steinigen! 😉 😊

Ich werde es den Kindern jedenfalls nächstes Schuljahr freistellen, ob sie in die Schule gehen wollen oder nicht. (Anmerkung: In Österreich herrscht Bildungspflicht, aber keine Schulpflicht in dem Sinne, wie in Deutschland.)

Corona macht’s möglich Teil 2: Kostenlose online IdeenSchmiede und mein neues Angebot „TatKRAFT“

Kurz vor dem 13.3.2020 hatte ich noch einige Termine für offline Workshops vereinbart, in der Hoffnung, dass UNS das schon nicht so treffen wird, wie in Italien oder China.

Schnell war klar: „Das wird nun doch nichts“. – Und eben so schnell war mir klar: „Es gibt noch Leute, die das viel härter trifft als mich.“ – Ich arbeite sowieso online. Ich habe geringe laufende Kosten, die ich zum Teil auch noch weiter reduzieren kann, aber was ist mit den Frauen, die noch nie online gearbeitet haben, die vielleicht sogar Räumlichkeiten gemietet haben und deren Angebot auf den ersten Blick gar nicht für online geeignet ist?

In Blitzeseile war mein neues kostenloses Angebot „Online IdeenSchmiede“ geboren, das von meinen Kundinnen und Abonnentinnen und vielen, mir bislang nicht bekannten Personen angenommen wurde.

In der ersten IdeenSchmiede arbeiteten wir mit Neurographik und besannen uns auf unsere Ressourcen, um voller Kraft durch diese Zeit zu gehen. – Es war fast wie Magie, wie wir alle gestärkt aus diesem Treffen herausgingen.

Bei den nächsten beiden IdeenSchmieden ging es um den Kundenavatar und über die Technik, um mit dem eigenen Business rasch und unkompliziert online zu gehen. – Zumindest 2 tolle Sachen sind daraus entstanden: Der KaffeeTalk von Kerstin Renner vom Café Zeitgenossin und Online Buchbinde- und Kreativworkshops von Melanie Mezera von Magenta Maltherapie.

Ich durfte auch Impulse für einen Online Vortrag „Gesundbleiben in virulenten Zeiten“ von Nicole Gruber geben und noch vieles vieles mehr. – Ich bin gespannt, was da noch alles wachsen wird…

Aus der in der online IdeenSchmiede entstandenen Energie, wird mein neues Programm „TatKRAFT“ entstehen, wo es darum geht, das Grübeln zu lassen und einfach in die Umsetzung eines aufgeschobenen Projekts zu kommen. Die Basis wurde beim „Create your Recession Proof Offer“ Workshop von SIGRUN gelegt. Jetzt darf ich noch die Details austüfteln…

Auch an einem Mastermind im Rahmen des HerzBauchWerk-Jahres von Tanja Suppiger war ich als Technik und Online Business Expertin beteiligt und 2 Kooperationen, die schon länger „schwelen“ werden auch in Kürze – wahrscheinlich noch im April – enthüllt… So viel sei verraten… Ich werde gemeinsam mit anderen Frauen in einem querdenkenden Podcast zu hören sein…

Was sonst noch war – ein paar Foto-Eindrücke von unserem zurückgezogenen Leben in häuslicher Isolation…

Mein Resümee

Vor dem 13.3.2020 war bei mir ein wenig die Luft raus. – Ich wusste nicht so genau, wie ich weitermachen, was ich verkaufen sollte. – Jetzt hat sich vieles geklärt und wird seinen Weg gehen.

Davor werde ich aber die Osterferien nutzen, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen und zu entspannen, anstatt ständig mit den Kindern um mich herum zu arbeiten…