Diese Frage wurde mir kürzlich bei einem Workshop gestellt, nachdem ich mich eher unkonventionell als „Expertin für das Leben mit Blockaden“ ohne Titel und und Ausbildungsdiplome vorgestellt hatte.  Es ist nämlich interessant. Von meinen Kontakten im Online Bereich, die wahrscheinlich selbst eher Quereinsteigerinnen sind, wurde ich das noch nie gefragt. (Wien halt, oder? – Wir ÖsterreicherInnen legen wert auf Titel und Ausbildungen! 😀 😀 😀 )

Als ich dann am Abend im Bett lag, dachte ich mein Grundberuf (also mein allererster Beruf, den ich ausgeübt habe) ist Buchhalterin. Und dieser Beruf ist der Grund, warum ich begonnen habe, mich auf die Suche zu machen. – Also ist das mein Grundberuf. (Es gab den Tag, als ich alles interessante gelernt hatte, wo ich im Büro saß und dachte: „Wenn ich hier weiter will, muss ich den Bilanzbuchhalter machen. – Will ich dafür wirklich 3 Jahre meiner Zeit und viel Geld investieren? – Nein!„)

Meine Suche ging dann über Controllerin, IT-Fachangestellte zur Geschäftsführerin eines Bioladens mit Lieferservice – ein Startup das ich mit entsprechendem extremen Arbeitseifer und Enthusiasmus mit aufbaute – und danach beschloss: „Nein mir ist das alles zu sinnlos! Ich will mehr im „sozialen“ zwischenmenschlichen Bereich arbeiten.“ – Also ist das vielleicht mein Grundberuf? Weil das war der Grund, warum ich wirklich nach Änderung strebte und vor ca. 12 Jahren begann, in die Richtung zu gehen, wo ich jetzt bin.

Denn damals habe ich mich für die Trainerausbildung als Wirtschaftstrainerin und Berufs- und Karriereplanungstrainerin entschieden und gleichzeitig beruflich etwas zurückgesteckt, indem ich bei der Caritas als Administrationskraft arbeitete und mir ansah, wie es im Sozialbereich wirklich läuft.

In meiner ersten Karenz machte ich mich erst einmal als Baby Trageberaterin selbständig, weil ich sehr vom Babytragen begeistert war und das ein schneller Weg war, um persönlich mit Menschen zu arbeiten und junge Familien in ihrem Eltern Sein zu unterstützen. Das war ein sehr wichtiger Schritt für mich, wo ich sehr viel in Bezug auf 1:1 Beratung gelernt habe.

Als mein zweites Kind drei war, bildete ich mich als Erfolgsteamleiterin nach Barbara Sher weiter und machte mich mit Hilfe des Unternehmensgründungsprogramm des AMS (Arbeitsmarktservice) als Erfolgsteamleiterin mit dem Unternehmen „Träume sind Bäume“ selbständig. – Mir kam nur mein drittes Kind dazwischen und die Tatsache, dass ich mental und bildungsmäßig noch nicht so weit war.

Also orientierte ich mich erst mal zurück zur Technik, arbeitete darüber hinaus mit Ela Lair über ein Jahr lang intensiv an mir selbst und meinen hinderlichen Mustern, machte eine viermonatige Weltreise mit meiner Familie und konnte danach Schritt für Schritt wieder mehr in meine gewünschte Richtung gehen, sodass ich Ende 2018 zusätzlich mit Website-Coachings (Branding, Positionierung, Technik) startete.

Die Technik ist mir aber nicht genug. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Eigentlich geht es mir um die Menschen, die etwas wollen und nicht und nicht erreichen oder gar nicht wissen, was genau sie erreichen wollen. Daher habe ich mich auch für eine Ausbildung zur FasterEFT Practitionerin entschieden, die läuft, aber noch dauert. Und ich war umso begeisterter, als ich die Neurographik fand, die vielleicht ein Mittel zum Lösen von Blockaden ist, in jedem Fall aber ein Mittel, um Wege zum Ziel zu finden, die man dann auch geht. Es ist wie eine Energieinjektion, ein sanfter Schubs, der einen in die richtige Richtung bugsiert.

Denn seit ich die Neurographik kenne und damit nachdenke und plane, laufen die Dinge mit einer mir unbekannten Leichtigkeit in die richtige Richtung. Die Puzzleteile setzen sich endlich zusammen und auch bei meinen Klientinnen merke ich extrem positive Auswirkungen.

Also um zum Anfangsthema zurückzukommen…

Meine Wahrheit ist: Ich habe keinen „Grundberuf“ im herkömmlichen Sinne, nach dem Motto „ich war 10 Jahre Lehrerin und dann habe ich beschlossen, mich selbständig zu machen.“ sondern ich bin von Anfang an durch die Schule des Lebens gegangen und habe meinen Weg gesucht und gefunden. Seit ich 20 Jahr habe ich an unzähligen persönlichkeitsbildenden, berufsorientierenden, Online Business entwickelnden, etc. Seminaren, Masterminds und Kursen teilgenommen und das Wissen wie ein Schwamm aufgesogen.

Vor allem bin ich aber auch eine Frau der Praxis, die fähig ist, in jeder Lage einen gangbaren ersten Schritt zu finden und sei er noch so klein.

Deswegen sage ich auch: Ich bin Expertin für das Leben mit Blockaden.

Ja ich kenne das, wenn man nicht weiß, wie man den nächsten Level erreicht, ja wenn man manchmal nicht einmal weiß, was der nächste Level ist. Aber ich weiß auch, wie man mit kleinen Schritten in die richtige Richtung geht, um sich immer mehr an das Ziel anzunähern.

Nichts destotrotz: Ich werde meine Zertifikate zusammensuchen und in meiner Über mich Seite einbauen, inklusive meines Ingeneurtitels! Das ist  mir nämlich jetzt ganz am Schluss eingefallen. Ich bin Ingenieurin. Das ist mein Grundberuf! 😀 😀 😀

Und jetzt würde es mich wirklich sehr interessieren! – Wie ist das bei dir? Was ist dein Grundberuf? Hast du einen Grundberuf und ist dieser für dich von Bedeutung?

PS: Hier ist mein selbst geschriebenes Zertifikat, das ich mir vor ca. 1 Jahr ausgestellt habe. – Es wird Zeit, dass ich es aktualisiere!

Mein persönliches Zertifikat