… deiner aktuellen Stimmung Ausdruck mit Neurographik Ausdruck verleihen, und sie dabei richtig fühlen, wahrnehmen und verändern…

Diese Zeichnung entstand aus einer ziemlich erschöpften „Heimisolation – Mama sein – Homeschooling – Homeoffice – kein Rückzugsraum“ belasteten Stimmung. Ich war schon länger auf der Suche nach einem Weg gewesen, meine Gefühle auszudrücken und zu wandeln, doch diese Zeichnung brachte für mich Erleichterung und Inspiration.

Denn – du kennst es wahrscheinlich selber – die letzten Wochen waren emotional aufreibend für mich. – Obwohl ich die Zeit mit der Familie sehr genieße, fehlt mir mein Rückzugsraum, meine Zeit alleine, sehr.

Um so mehr gibt mir diese Zeichnung Kraft und Energie zurück, weil ich mich kraftvoll nach außen angebunden habe. Außerdem verleiht sie meinen Gefühlen in einer besonderen Form Ausdruck, die mich sehr berührt.

Ich war zum ersten Mal seit langem so richtig inspiriert, weil ich etwas ganz ohne Druck und ohne „ich muss“ geschaffen hatte. – Das war so wohltuend in der momentanen Zeit.

Dieses emotionale Selbstportrait kannst du auch machen. – Und nicht nur wenn du dich traurig und energielos fühlst. Du könntest es auch machen, wenn du strahlend vor Glück bist, dich ärgerst, dich verloren fühlst,… Egal in welcher Stimmung du bist.

So zeichnest du dein emotionales Selbstportrait

1.) Wie fühlst du dich jetzt?

Skiziere dein Gesicht (und Hals und Schultern) mit deiner aktuellen Stimmung.

2.) Haare – erste Anbindung nach außen

Deine Haare sind schon die beginnende Anbindung nach außen. Zeichne diese (als neurographische Linien) ein.

Wenn du kurze Haare hast, zeichne diese erst ein, bevor du sie dann an beliebig vielen Stellen neurographisch nach außen anbindest. – Oder du zeichnest dir längere Haare, als du eigentlich hast – so wie ich.

Vielleicht willst du jetzt auch dein Gesicht etwas detailreicher gestalten. – Wie du weißt: Bei der Neurographik ist nichts fix. Du kannst jederzeit umgestalten, zum Beispiel den Gesichtsausdruck ändern. – Mach dir nichts draus, dass das vielleicht komisch aussieht. Am Ende wird das nicht mehr auffallen.

3. Abrunden und weiter anbinden

Wie du vielleicht weißt, entspricht jede Kreuzung in der Neurographik einem Konflikt. Daher runden wir diese besonders sorgsam und harmonisch ab.

Beobachte genau, was das Zeichnen mit dir macht. Steigen Gefühle auf? Ändern sich deine Gefühle? Spürst du irgendwelche Körperempfindungen? Was siehst du?

Diese Beobachtungen sind ganz wichtig. Sie zeigen dir, dass sich etwas entwickelt, ändert, indem du es zeichnerisch bearbeitest.

4.) Achtsam dein Gesicht neurographieren

Wo wollen neurographische Linien quer durch dein Gesicht fließen? Und wie fühlt sich das an?

Es ist möglicherweise etwas ungewohnt das zu machen, aber trau dich!

5.) Das Bild colorieren

Du darfst deine Zeichnung mit Buntstiften colorieren. Ob du sie nun relativ realistisch anmalst, wie ich, oder die Farben völlig frei fließen lässt, kannst du ganz frei entscheiden. – Wichtig ist, dass Farbströme entstehen, dass Farben sich überlappen und auch Bereiche frei bleiben.

6.) Unterstützung von außen

Den vorletzten Schritt bei jeder Neurographik bilden die dickeren Feldlinien. Gerade bei dieser Zeichnung ist es wahrscheinlich gar nicht so leicht, diese zu ziehen, weil du vielleicht Angst hast, das Bild zu zerstören.

Mein Tipp: Falls du diese Angst hast, fotografiere die Zeichnung ausgiebig, bevor du die dickeren Linien ziehst, aber verzichte keinesfalls auf diesen Schritt. Denn diese Linien binden dich noch stärker an deine Umgebung und auch an die universelle Kraft an. Mit diesen Linien holst du dir Unterstützung von außen.

Also: ziehe 1-2 deutlich dickere Linien durch das Bild und runde sie gut zueinander und zu den anderen Linien hin ab.

7. Abschließende Entscheidungen

Jetzt entscheide dich noch für einen Bereich des Bildes, den du besonders hervorheben möchtest und rahme ihn fett ein. (So dass ein fremder erkennt, was der fett eingerahmte Bereich ist.)

Jetzt ist deine Zeichnung fertig. Ein Schritt bleibt dennoch:

8. Lass dich beeindrucken

Schau dein Bild an und lass dich davon beeindrucken. Wie geht es dir wenn du es ansiehst? Was hat sich geändert? Welche Gefühle steigen beim Betrachten auf?

Ich bin immer neugierig!

Teile dein Bild gerne auf meiner Facebook-Seite oder in deinem Newsfeed und tagge mich, damit ich sehe, was für wundervolle neurographische Selbstportraits entstanden sind.

Du willst das nicht alleine machen? Oder Feedback zu deiner Zeichnung haben?

Am 22.4.2020 um 9:30-11:30 Uhr zeichne ich dieses emotionale Selbsportrait mit den Teilnehmerinnen von Tanja Suppigers HerzBauchWerk-Jahr und du kannst mit dabei sein, wenn du davor schon ein bisschen Erfahrung mit Neurographik gesammelt hast.

Deine Investition: 2 Stunden deiner Zeit und 48 EUR inkl. USt.

Melde dich bei mir unter sonja@sonjaschnatzer.com an und ich schicke dir eine Rechnung mit meiner Kontonummer für die vorab-Überweisung. Es wird eine Aufzeichnung geben und – falls du denkst, du hast keine Kinderbetreuung: Es werden auch bei anderen Kinder herumwuseln. (Wenn die Mikrofone stumm geschaltet sind, entsteht trotzdem eine wunderbar ruhige Atmosphäre!)