2020/21 – ein Silvester, wie ich es liebe

31. Dez 2020 | Neurographik, Persönlich

Das Beitragsbild ist von meiner mittleren Tochter, entstanden im Dezember 2020 im Rahmen von #kartenfürmich.

Eines vorab: Ich hasse Silvester! – Es ist mir noch nie leichtgefallen, ein Jahr loszulassen, zu akzeptieren, dass es vorbei und gelebt ist und mich für ein neues Jahr zu öffnen.

Ich erinnere mich gut an einen Silvesterabend im katholischen Winterlager für Jugendliche und junge Erwachsene. Wir waren draußen vor dem Haus, als der Countdown runtergezählt wurde. Alle haben sich umarmt, gratuliert, angestoßen, Knaller abgeschossen. Ich hielt mich abseits und fragte mich was das soll. Warum soll ich feiern, dass ein neues Jahr beginnt? Eigentlich ist es eine Nacht wie jede andere. Nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag, so auch zu Silvester.

Und ganz ähnlich ging es mir bei vielen großen und kleinen Silvesterfeiern danach und geht es mir noch heute. Ich bin und bleibe ein Silvester-Grinch, aber in orange, statt in grün, weil ich so viele Karotten esse. ?

Es gibt aber zwei Silvester-Traditionen, die ich lieben gelernt habe

1. Den dankbaren Jahresrückblick.

Zum ersten Mal kam ich damit lustigerweise auch bei einer kirchlichen Veranstaltung in Berührung, aber diesmal in der evangelischen Kirche, in die unsere Dresdner Freunde gingen. Es war ein furchtbar langweiliger Silvestergottesdienst am Nachmittag, bei dem ich heilfroh war, dass die Kinder (damals hatte ich erst eine Tochter) in ein Nebenzimmer gerufen wurden, um ein „Dankbarkeits-Leporello“ oder so zu basteln. – Das war das erste Jahr, in dem ich das gemacht habe und seitdem habe ich es jedes jahr in verschiedenen Formen wiederholt, z.B. mit einer Liste, wofür ich dankbar bin, mit einem Brief an das alte Jahr, mit einem Blogpost, mit einer Foto-Collage, mit einer oder mehreren Neurographiken.

Meinen im Oktober 2019 entwickelten „Neurographischen Blumenstrauß„, verwendete ich Ende 2019 zum ersten Mal, um meine Dankbarkeit für das vergangene Jahr auszudrücken. Hier im Blog schreibe ich außerdem darüber, wie man ihn zum Umgang mit Selbstkritik verwenden kann und er eignet sich u.a. auch um gegenüber anderen Personen Dankbarkeit auszudrücken.

Auf diese Art und Weise ist auch vor ein der zwei Jahren mein „Neurographischer Blumenstrauß“ entstanden, den ich heuer auch als Teil 1 mit meinen Teilnehmerinnen meines Visionsworkshops (2. Teil am 12.1.21 noch buchbar) gezeichnet habe.

2. Das gemeinsame Silvesterbild mit meiner Familie.

Diese Tradition habe ich von Wiener Freunden übernommen, die jedes Jahr zu Silvester gemeinsam ein Bild malen, dass dann irgendwo in ihrer Wohnung aufgehängt wird. Wir machen das nun auch schon seit ein paar Jahren. Nachdem wir allerdings meistens zu Silvester unterwegs sind, sind es oft nur ein paar zusammengeklebte A4 oder A3 Blätter auf die wir etwas mit Bunt- oder Filzstiften zeichnen.

Heuer werden wir dieser Tradition jedenfalls ausgiebig nachgehen, denn wir haben viel Zeit, eine große Leinwand und viele schöne Farben.

Unser bescheidenes Silvesterbild vom letzten Jahr, wo wir bei Verwandten in Budapest zu Besuch waren.

Meine bisher schönste und ruhigste Silvesterfeier

Mein schönstes Silvester haben wir übrigens 2017 in Los Angeles verbracht. – Nachdem wir keinen freien Campingplatz und auch keinen Supermarkt (etc.) Parkplatz gefunden hatten, auf dem übernachten erlaubt gewesen wäre, hatten wir uns gemäß der Recherchen meines Mannes mitten in ein Wohngebiet in der Nähe von Hollywood gestellt, um zu übernachten, was ein wenig aufregend war, weil ein Teil von mir erwartete, dass wir in der Nacht zum Weiterfahren aufgefordert werden würden. (Wurden wir aber nicht.) – Hier ist mein Bericht, den ich damals auf steemit.com darüber geschrieben habe, wie es uns bei der Suche nach einem Übernachtungsplatz erging.

Wir schlossen alle Vorhänge so dicht wie möglich, aßen gemeinsam ein Abendessen, spielten, tranken Sekt, öffneten Knallbonbons, setzten uns Hüte auf, wünschten uns einen guten Rutsch und gingen um 10 schlafen. Wir wurden auch nicht, wie befürchtet von Knallern oder Feuerwerk aufgeweckt, WEIL DAS GAB ES NICHT!!!! <3 <3 <3

Jawohl, dass ist meine liebste Vorstellung von Silvester: ein schönes Essen, anstoßen und dann den Jahreswechsel einfach verschlafen, ohne diesen bescheuerten Zwang, sich um Mitternacht überglücklich gratulieren zu müssen.

Und ich freue mich, dass heuer Silvester so ähnlich ablaufen wird, fast so wie im Wohnmobil mitten in den USA, nur mit mehr Platz, mehr Farben und meiner Ukulele!

Und ich freue mich auch über die verhältnismäßige Ruhe, die herrschen wird, weil in diesem Jahr Feuerwerke im Ortsgebiet nicht erlaubt sind. Vielleicht wird es also „A New Year’s Eve to remember“. ? – Obwohl ich bezweifle, dass wir es schaffen werden, vor Mitternacht schlafen zu gehen, weil wir das zur Zeit kaum an normalen Abenden schaffen…

Zuerst aber noch ein Dankeschön!

Bevor ich nun meine Arbeit für heute wieder niederlege und mich ans Feiern mache, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken:

bei dir liebe Leserin meines Blogs und oder meines Newsletters! Danke für dein Dabeisein bei bei meinen Projekten, dein Kommentieren und Antworten!

Danke an all die lieben Menschen, die mich dieses Jahr begleitet haben, als Freude und / oder beruflich: Tanja Suppiger, Ela Lair, Judith „Sympatexter“ Peters und meine Kursleiterinnen beim Institut für Mal- und Gestaltungstherapie, Jörg Lehmann beim Visionsworkshop in München, Petra Prosoparis mit dem Mission Circle, den „Stand up Mums“ (Sandra Heim, Ursula Hunke, Tanja Suppiger)

Danke an meine treuesten Neurographik-Workshop-Teilnehmerinnen Martina, Melanie, Kerstin und Nicole und die vielen tollen Frauen im HerzBauchWerk-Jahr, die Monat für Monat an meinen Neurographik Workshops teilgenommen haben, und mit denen ich gemeinsam wachsen durfte. – Ach was war ich nervös vor dem ersten Workshop und wie viel leichter ging es schon am Ende des Jahres, weil ich wusste, wie toll man mit euch zeichnen kann!

Nun ja nächstes Jahr im JahresWerk, mit neuen Teilnehmerinnen, werde ich beim ersten Workshop wieder fast genauso nervös sein.

Danke meinen lieben Kundinnen, dass sie mir trotz der Corona-Krise treu geblieben sind und Homepages bei mir beauftragt haben, ja teilweise sogar WEIL Corona ihnen die Zeit verschafft hat, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Und danke an meinen Mann für die Unterstützung und das Verständnis und natürlich auch an meine Kinder, dass sie sich oft so herrlich selbst beschäftigen und spielen können.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag heute, einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles, alles Gute für 2021! – Mögen die Samen aufgehen, die du 2020, in diesem Katalysator-Jahr gesät hast! 

PS: Hier ist das Bild, das wir dieses Mal gemalt haben. Meine mittlere Tochter hatte beschlossen, dass wir ein Süßigkeitenland malen. 😉

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